Der Neuwagen-Wertverlust
Ein eigenes Auto. Endlich frei sein, mobil sein, etwas wertvolles besitzen. Je nachdem wo man wohnt ist ein eigenes Auto entweder ein reiner Luxusartikel oder eine rational zu rechtfertigende Anschaffung. Doch muss es ein Neuwagen sein? Klar, der Geruch eines neuen Wagens im Innenraum, die Tatsache, dass niemand vor Einem den Wagen je gefahren ist und die Möglichkeit, das Auto genauso auszustatten wie man es möchte sind reizvolle Argumente. Doch rechtfertigen sie den hohen Preis eines Neuwagens?
Dem Käufer eines Neuwagens muss klar sein, wie viel ein Wagen ab dem Moment des ersten Kontakts mit der Straße an Wert verliert. Ist einem das egal? Sollte es ihnen nicht egal sein, so wird empfohlen sich einen Jahreswagen oder Halbjahreswagen anzuschaffen. Diese sind so gut wie neu, kosten aber deutlich weniger, da der drastische Wertverlust vom Vorbesitzer getragen wurde. Ist man bei der Ausstattung ein wenig flexibel, so kann der Kauf eines Gebrauchtwagens eine günstige und vernünftige Alternative sein. Hinzu kommt, dass ein Wagen, der gegebenenfalls „schon“ beispielsweise 3.000 Kilometer auf dem Zähler hat, sofort richtig gefahren werden kann. Bei einem Neuwagen sollte man sich die ersten 1.000 Kilometer zurückhalten, hohe Drehzahlen vermeiden um den Motor „einzufahren“. Stellen Sie sich folgendes vor: Sie zahlen circa 35.000 Euro für einen neuen Sportwagen und dürfen ihn die ersten drei bis vier Monate nie über 3.000 Umdrehungen fahren. Das ist ungefähr so, als gingen Sie mit einem Mordshunger in ein Restaurant, bekommen ein saftiges Steak mit Bratkartoffeln serviert und dürfen nur mit einem Zahnstocher bewaffnet „reinhauen“.
Zusammenfassend empfinde ich die Argumentation sehr schlüssig, um über die Notwendigkeit eines Neuwagenkaufs wenigstens noch einmal gründlich nachzudenken. Wahr ist aber auch, dass das Gefühl etwas Neues und Eigenes zu besitzen auch durchaus gewichtige Argumente sind.





















